Erkrankungen der Venen
Venenerkrankungen betreffen die Blutgefäße, die sauerstoffarmes Blut aus den Körpergeweben zurück zum Herzen transportieren. Diese Erkrankungen können zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Zu den häufigsten Venenerkrankungen gehören Krampfadern, Thrombosen und chronische Veneninsuffizienz.
KRAMPFADERN (VARIKOSE)
Ursachen, Symptome, Diagnostik & moderne Behandlung in Frankfurt
Inhalt medizinisch geprüft von Prof. Dr. Savvas Apostolidis,
Facharzt für Gefäßchirurgie & Phlebologie, endovaskulärer Chirurg
Was sind Krampfadern?
Krampfadern (Varizen) entstehen, wenn die Venenklappen in den Beinvenen nicht mehr zuverlässig schließen. Das Blut fließt zurück, staut sich und erweitert die Vene dauerhaft.
Die Folge: sichtbare, geschlängelte Venen, Schwellungen, Schweregefühl und im Verlauf auch Hautveränderungen.
Krampfadern sind eine chronische Erkrankung, aber heute sehr gut und schonend behandelbar.

Typische Symptome
Viele Patientinnen und Patienten bemerken zunächst nur leichte Beschwerden, die sich im Tagesverlauf verstärken:
- Schwere, müde Beine
- Spannungsgefühl oder Druck
- Schwellungen, besonders abends
- nächtliche Wadenkrämpfe
- sichtbare, hervortretende Venen
- Juckreiz oder Wärmegefühl
- Hautveränderungen am Unterschenkel
Unbehandelt kann die Erkrankung fortschreiten und zu Entzündungen, Verhärtungen oder offenen Beinen führen.

Warum entstehen Krampfadern?
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren:
- Genetische Veranlagung (häufigster Faktor)
- Berufliche Belastung (viel Stehen oder Sitzen)
- Hormone (Schwangerschaft, Pille, Wechseljahre)
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Alter
- Venenentzündungen oder Thrombosen in der Vorgeschichte
Krampfadern sind keine kosmetische Kleinigkeit, sondern eine Erkrankung des Venensystems.
Diagnostik in unserer Praxis
Eine präzise Diagnostik ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
Ich führe bei jedem Patienten eine farbcodierte Duplexsonografie durch.
Damit lassen sich:
- Venenklappenfunktion
- Flussrichtung
- Ausmaß der Insuffizienz
- Seitenäste und Perforansvenen
- Thrombosen oder Vorstufen
exakt beurteilen.
Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert wenige Minuten und bildet die Grundlage für den individuellen Therapieplan.

Moderne Behandlungsmöglichkeiten
Wir behandeln Krampfadern schonend, ambulant mit und ohne Vollnarkose.
Die Methode wird individuell nach Befund ausgewählt.
1. Endovenöse Verfahren (Laser / Radiowelle)
Minimal-invasive Behandlung über einen dünnen Katheter.
Die Vene wird von innen verschlossen – ohne Schnitt, ohne Naht.
Vorteile:
- sehr hohe Erfolgsrate
- kaum Schmerzen
- schnelle Erholung
- ideal für Stammvenen (V. saphena magna/parva)
2. Schaumsklerotherapie
Die Vene wird mit einem speziellen Schaum verödet. Ideal für Seitenäste, Rezidive und bestimmte anatomische Situationen.
Die Katheter-gestützte Sklerotherapie mit dem patentierten ScleroSafe®-Set wurde von Prof. Apostolidis 2019 in Deutschland eingeführt.
3. Mechanochemische Verfahren (z. B. Flebogrif®)
Kombination aus mechanischer Reizung und Schaumverödung (siehe Aktuelles) ohne Narkose.
Besonders geeignet für empfindliche Areale oder lange Venenabschnitte mit sofortiger Belastbarkeit!
4. Operative Verfahren (bei speziellen Befunden)
In ausgewählten Fällen erfolgt die Operation von komplexen Befunden, oft in Kombination mit intraoperativer Schaumsklerotherapie. Dabei blicken wir auf eine operative Expertise von über 25 Jahren zurück!
Was erwartet Sie bei uns?
- ausführliche Untersuchung und Beratung
- klare Erklärung des Befundes
- individuelle Therapieempfehlung
- schonende Behandlung in ruhiger Atmosphäre
- sofortige Mobilisation
- strukturierte Nachsorge
- stets die aktuellsten Verfahren
- Jahrzehnte lange Expertise
Die meisten Patientinnen und Patienten sind am nächsten Tag wieder voll belastbar.
Häufige Fragen (FAQ)
Sind Krampfadern gefährlich? Sie können zu Entzündungen, Hautschäden oder Thrombosen führen. Eine frühzeitige Behandlung verhindert Folgeschäden.
Muss jede Krampfader behandelt werden? Nein. Entscheidend sind Beschwerden, Befund und Risiko.
Wie lange dauert die Behandlung? Endovenöse Verfahren: ca. 20–30 Minuten. Schaumsklerotherapie: wenige Minuten.
Kann ich danach arbeiten oder Sport machen? In der Regel am nächsten Tag wieder möglich.
Kommen Krampfadern wieder? Die behandelte Vene bleibt verschlossen. Neue Krampfadern können im Laufe des Lebens entstehen – besonders bei genetischer Veranlagung.
